Hattet ihr jemals das Bedürfnis, einem Menschen nahe zu sein, ihn zu berühren, zu umarmen, zu schmusen? Jeder Mensch hat das grundsätzlich und mindestens einmal im Leben. Bei einem oder mehreren (geliebten) Menschen.
Braucht ihr eine wissenschaftliche Erklärung dafür, warum das so ist? Weil unsere Hormone wissen, was gut für uns ist. Körperliche Nähe im allgemeinen, Umarmungen und Schmusen im besonderen regt die Produktion von Oxytocin, dem Bindungshormon, an. Und dieses Hormon vermittelt uns dann Empathie, Vertrauen, Lust und ein ganzes Bouquet anderer beziehungsfördernder Gefühle. Und damit sind wir auch schon beim ersten Benefit:
1 Schmusen stärkt die emotionale Verbindung und die Zuneigung.
Falls du also das Gefühl hast, Du und dein Partner (oder ein anderer nahestehender Mensch) habt euch voneinander entfernt oder ihr habt euch gerade mit jemandem gezankt und seid des Streits nun überdrüssig: Drückt, herzt oder knuddelt den betreffenden Menschen!
2 Es verbessert das Sex-Leben.
Auch nach dem Sex Zärtlichkeiten auszutauschen, erhöht das Glücksgefühl und die Zufriedenheit. Und wenn Romantik sonst zu kurz kommt (z.B. bei Paaren mit Kindern), ist das die Gelegenheit dafür. Und wer weiß, vielleicht folgt auf das Schmusen ja Runde 2…
3 Es entstresst.
Oxytocin schlägt Cortisol und senkt damit u.a. das Herzinfarktrisiko. Also lieber Petting statt Pillen.
4 Es lindert Schmerz.
Wenn sich meine Kinder wehgetan hatten, habe ich sie in den Arm genommen und die Stelle geküsst, die weh tat. Funktioniert auch bei Erwachsenen.
5 Es stärkt das Immunsystem.
Die schönen Gefühle, die durch die Oxytocinausschüttung gefördert werden, beeinflussen die Immunabwehr nachhaltig positiv. Eine halbe Stunde Schmusen pro Tag senkt das Erkältungsrisiko um 95%.
6 Es hilft beim Einschlafen.
Weil der Adrenalinspiegel sinkt und ihr deshalb nicht mehr in „Hab-Acht-Stellung“ seid, könnt ihr nach einer Kuschelrunde besser einschlafen.
7 Es hilft gegen Heißhunger und Süchte.
Wissenschaftlich und unwissenschaftlich lustbetont in unzähligen Feldstudien bewiesen: Mehr Zärtlichkeit bedeutet weniger Alkohol, Zigaretten und sonstige Drogen.
Und Löffelchen schlafen erspart Löffelchen Nutella. Unersättliche tun allerdings gern beides.